Neuigkeiten

 

Nach dem Winter starteten wir mit einer wichtigen Aktion.

Grünes Blätt`l Mai 2016

Wanderziel und Erinnerungsstätte

Ein phantastische Blick in die Ferne dürfte der Grund sein, weshalb die Cunnersdorfer

Kalkhöhe seit Jahren ein beliebtes Wanderziel ist. Nach einem kurzen Aufstieg tritt man auf ein liebevoll gepflegtes Plateau, und irgendwie atmet man erstmal ein paar tiefe Atemzüge beim Blick in diese Weite. Ein Uhu (überdachte Sitzgruppe) lädt

zum Verweilen. In kaum zweihundert Metern bergab sieht man den imposanten Cunnersdorfer Wildapfelbaum auf einer Ackerfläche stehen. Um dieses uralte Exemplar von Malus sylvestris (seit 2014 FND) hat sich in besonderer Weise  

Dr. Rolf Büttner bemüht. Er war es auch, der vor Jahren den Gedanken um den Erhalt des Wildapfels in unseren Verein brachte. Bis zu seinem Tod im November 2014 kümmerte er sich, folgend zu seiner Arbeit in der damaligen Genbank Obst Pillnitz, aufopferungsvoll um seine geliebten Osterzgebirgischen Wildapfelbäume (und Wildbirnen). Er unterstützte

uns bei unserem 2007 gestarteten Wildapfelprojekt und war auch im aktuell laufenden Wildobstprojekt jederzeit gern bereit, unsere Fragen zu beantworten. Wichtige Arbeits-Unterlagen (Karten, Fotos, Bonituren...) hinterließ er uns, im Wissen,

dass wir seine Arbeit weiterführen werden. Das tun wir, lieber Herr Dr. Büttner!

Grund für uns, an ihn zu erinnern und eine bleibende Stätte dafür zu schaffen. Wo könnte ein geeigneterer Ort dafür sein als auf der Kalkhöhe in Cunnersdorf. Mit Familienangehörigen von Dr. Büttner, Freunden und Gästen pflanzten wir am 17.April

2016 gemeinsam einen Wildapfelbaum und stellten eine Gedenktafel (danke Uwe für die schöne Handarbeit) auf. Die Ergriffenheit und der Dank seiner Familie bestätigten uns in unserem Tun und freute uns natürlich sehr. Meine Zeilen im Grüne-Blättl-Nachruf für Dr. Büttner waren damals: "Wir werden uns erinnern, wenn wir am Cunnersdorfer Wildapfelbaum stehen, wenn wir am 'Büttnerbaum' vorbei den Luchberg hinaufwandern, wenn wir einst im Schatten seiner Versuchsbäume am Gründelbach sitzen und zurückdenken." Nun ergänze ich diese Zeilen: “und wir werden uns erinnern wenn wir auf der Kalkhöhe unter einem Wildapfelbaum die Inschrift einer Tafel lesen":

 

 

Hotel Lugsteinhof Zinnwald (25.10.)

 

 

Mitwirkende zum Apfeltag in Pillnitz                                               Weihnachtlicher Handwerkermarkt in Dippoldiswalde

          (10.Oktober)                                                                       (13.Dezember)    

Bereits kurz nach dem Jahreswechsel setzten wir die Pflegearbeiten der Wildapfelsämlinge aus dem Vorjahr fort. Behindernd war gerade in diesem Winter der viele Schnee. Oft war es notwendig, weite Fussmärsche in Kauf zu nehmen, um an die Bäumchen zu gelangen. Bis zum Ende des Förderzeitraumes im Frühsommer stand eine ansprechende Bilanz zu Buche. 226 Pflanzstandorte aus dem Bestand 2006 bis 2010 wurden erfolgreich gepflegt. Dabei erfolgte die Entfernung von Strauch- und Baumaufwuchs sowie das Freilegen/Freihacken der Baumscheiben. Von der Gesamtstückzahl (226) mussten 87 Umzäunungen ersetzt werden, die durch Schneebruch bzw. auf Grund des Alters marode geworden oder umgebrochen vorgefunden wurden. An 10 Standorten erfolgte eine Ersatzpflanzung, da dort der Wildapfelsämling entweder abgestorben oder nicht mehr vorgefunden wurde. An ausgewählten Standorten konnten 52 neue Sämlinge des Wildapfels aus gebietsheimischer Anzucht des Osterzgebirges gepflanzt werden. Die dafür benötigten Flächen stellten uns deren Eigentümer bereitwillig zur Verfügung. Bis die ersten kleinen Äpfel zu ernten sind, werden aber noch einige Jahre vergehen.

Eindrücke...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblickend hat sich gezeigt, dass die Pflegemaßnahmen für die Weiterentwicklung der jungen Wildapfelsämlinge dringend erforderlich waren- und die damit verbundenen zahlreichen Wochenend- und Feiertagsstunden. Die Chancen stehen damit nicht schlecht, den Wildapfelbestand des Osterzgebirges in seiner Gesamtheit zu erhalten.

Getopfte Sämlinge sind auf Anfrage erhältlich.

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Ab sofort steht der Tagungsband "Von Äpfeln bis Pomeranzen" zum Download bereit.

http://naturpark-nlh.de/index.php?id=253

Kurz aber schmerzvoll... unter diesem Motto beenden wir die diesjährige Wildapfelernte. Viele gut behangene Bäume brachten uns eine recht kurze Erntezeit. Trotzdem blieben uns schmerzende Rücken auch in diesem Jahr nicht erspart. Was tut man nicht alles, um an die kleinen begehrten Äpfel zu gelangen..Hier einige Bilder ..

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